Willkommen auf meiner Website!

 

  

Auf dieser Seite sollen Projekte, die sich mit dem Denkmalschutz, der Ortschronik und verdienten Personen aus Putzkau beschäftigen, vorgestellt werden. Schwerpunkt sind Themen die bisher nur unzureichend oder überhaupt noch nicht bearbeitet wurden.  

Alle hier gemachten Angaben sind durch Dokumente in den sächsischen Archiven, Bibliotheken und Behörden belegbar, beruhen auf Angaben Putzkauer Bürger oder sind durch eigene Feldforschung bestätigt. Fremde Literatur ist nur als Anregung und Ausgangspunkt für eigene Nachforschungen verwandt worden.

Einige Projekte, besonders beim Denkmalschutz, können über die Ortsgrenzen von Putzkau hinausgehen.

Die Texte wurden nach besten Wissen zusammengestellt, dennoch sind Fehler nicht völlig auszuschließen. Für etwaige Unrichtigkeiten übernehme ich keine Haftung. Alle Inhalte wie Texte, Fotos und Graphiken stelle ich für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung. Gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichungen sind nur mit meiner Erlaubnis oder der Erlaubnis anderer Rechteinhaber möglich.

Für die Einträge im Gästebuch sind die jeweiligen Absender verantwortlich.

 

  

 

Achtung!

Die Seite Ortschronik wird zur Zeit überarbeitet!

 

 

 

 

Über mich:

Name          Erhard Dietmar Lenz

Vater           Erhart Kschischenk aus Oberputzkau, u.a. Heimatkundelehrer

Mutter         Irmgard Richter aus Neuputzkau (Städtel)

Schule        Oberschule A Putzkau und Schmölln

Beruf           Meister für Nachrichtentechnik, jetzt Rentner

Familienst.  verheiratet

Kinder         2 Erwachsene/männlich, 1 Enkel

Alter           68

Adresse      GT Putzkau, 01877 Schmölln-Putzkau

Telefon        03594-779301

Mobil          0170 3126824

E-Mail         erdielenz@t-online.de

Homepage   www.putzkau-denkmalschutz.de

Vereine        Landesverein Sächsischer Heimatschutz Regionalgruppe Bautzen/Ober-

                   lausitz e.V. und Museums- und Geschichtsverein Bischofswerda e.V.

Artikel         - "Neues über Jacob Heinrich von Flemming - entdeckt von E. D. Lenz"

                    von M. Pockowsky in Schiebocker Landstreicher, Ausgabe 4 (2009) 

                  - "Die Menschen hier lebten gefährlich (Raketenabzug miterlebt)" von V.

                    Mann in Sächsische Zeitung, Ausg.Bischofswerda vom 22.Februar 2010

                  - "Putzkauer Schicksalstag 1813" in Sächs. Zeitung Ausg. BIW 13.9.2013

                  - "Im Ruhestand aktiv für Denkmalschutz" von Katrin Kunipatz in Oberlau-

                    sitzer Kurier vom 11. Januar 2014  

                  - "Andenken in Schwarz-Weiß" von Constanze Knappe in Sächsische  

                    Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 23. Mai 2014  

                  -"Geschichte in Stein" von Constanze Knappe in Sächsische Zeitung

                    Ausgabe Bischofswerda vom 20. Mai 2015

                  - "Gereimtes und Ungereimtes im Glockendrama" von Roland Lange im

                    Mitteilungsblatt Ausgabe Bischofswerda vom 24.10.2015

                  - "Rosen für Sachsens zweitmächtigsten Mann" von Ingolf Reinsch in

                   Sächsischen Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 17.3.2017.

                  - "Ein Dorf im Wandel der Jahrhunderte" von Wolfgang Schmidt in

                    Sächsische Zeiteung Ausgabe Bischofswerda vom 9.1.2018.

                  - "Wertvoller Fund im Kieshaufen" von Wolfgang Schmidt in Sächsische 

                    Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 30.8.2018.

                  - "Heimatforscheer ausgezeichnet" in Sächsische Zeitung Ausgabe

                    Bischofswerda vom 30.10.2018.

 

 

 

Größere eigene Veröffentlichungen:

 

"Türstürze und Schlusssteine in Putzkau" in "Schiebocker  Landstreicher", Heft 5 / 2010

"Was ein Denkstein am Rüdenberg erzählt" in "Der neue Prenanthes", Nr. 15, Mai 2011

"Vom Klunker zur Rehwiese" in "Der neue Prenanthes" Nr. 16, Oktober 2011

"Die Friesenschen Jagdsäulen" in "Schiebocker Landstreicher", Heft 6 / 2011

"Nachwort zum Steinwall auf dem Rüdenberge"  und  "Die Fortuna auf der Kugel"

      in "Schiebocker Landstreicher", Heft 7 / 2012

"Die Hübelschenke in Ober-Putzkau" und "Kleindenkmale - Grenzsteine am

      Rüdenberg" in "Jubiläums-Journal 20 Jahre Regionalgruppe Bautzen - 1992 bis

      2012 (Landesverein Sächsischer Heimatschutz)", Bautzen 2012

"Die Putzkauer Rittergutsglocke" im "Oberlausitzer Hausbuch 2014", Bautzen 2013

"Der Schulneubau in Ober-Putzkau 1913-14. Die künstlerische Gestaltung der

      Fassade und der Innenräume und die Schuluhr" in "Wandzeitung" für die Dr.-

      Alwin-Schade-Schule Putzkau, Putzkau 2014 

 "Gemeindegrenze seit 774 Jahren" in Einweihungsrede im Wochenkurier

      Bautzen/Bischofswerda-Online, 11. Mai 2015

"Der Russenstein in Putzkau" im "Kalender rund um den Valtenberg 2018", 2017

"Ortschronik von Putzkau - Eine heimatkundliche Bestandsaufnahme", Oberlausitzer

         Verlag 2017

 "Historisches Wappen kehrt an seinen alten Platz zurück", in Sächsische Zeitung  

         Bischofswerdaer Zeitung vom 7. August 2018

"Die Nieder- oder Bollbuckmühle" im "Kalender rund um den Valtenberg 2019", 2018


Vorträge:

"Putzkau im Befreiungskrieg 1813" (Kurzvortrag ~ 7 min.)

"Zur Geschichte der Putzkauer Rittergutsglocke" (15 min)

"Das Schankprivileg der Stadt Bischofswerda in der Niederschenke Putzkau" (15 min)

"Die Baugeschichte des Rittergutes Putzkau" (90 min) 

"Die Ortsgeschichte von Putzkau" (100 min)

"Die Ortsgeschichte von Putzkau unter besonderer Berücksichtigung von Jagd, Forst und der Kleindenkmale im Hohwald" (120 min)
"Das Torhaus von 1754 im Rittergut (Althof)" (15 min)

"Jacob Heinrich Graf von Flemming" (15 min)
"Der Neuhof zu Putzkau" (oder "Gab es in Putzkau ein Schloss mit Barockgarten?", 30 min.)

"Die Geschichte der Brauerei" (90 min)

"Die bischöflich-meißnische Oberlausitz und Putzkau" (45 min)

"Martin Luther im Bild 1519-1546" (20 min)

"Buchvorstellung ´Ortschronik von Putzkau´" (60 min)

 

 

Termine 2018:

 

Landesverein Sächsischer Heimatschutz Regionalgruppe Bautzen/Oberlausitz e.V.

        

 


Mi. 19.12.2018, 14 Uhr, BZ Kirchplatz 2 "St Benno-Saal": Weihnachtliche

                        Veranstaltung" und Jahreshauptversammlung.


Mi. 30.01.2019, 14 Uhr, BZ Kirchplatz 2 "St. Benno-Saal", Lichtbildvortrag von Joh.

                        Mättig "Czorneboh, Heide und Teichlandschaft".

 

 

 

 

Museums- und Geschichtsverein Bischofswerda e.V.

 

 

Mo. 17.12.2018, 19 Uhr, Evabrunnen, Filmdokumentation "Elsa-Brandstöm - Der 

                         Engel von Sibirien".








Aktuelles

 


DRESDEN

Am 26.10.2018 wurde der Sächsische Landespreis für Heimatforschung 2018 vergeben. Kultusstaatssekretär Wolff überreichte im Stadtmuseum Dresden "Landhaus" die Preisgelder und Ehren-Urkunden.

HAUPTPREISE

1. Preis (3.000 Euro): Joachim Schindler, Dresden, für seine Arbeit „Chronik zur Geschichte vom Wandern und Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz 1933 bis 1945“

2. Preis (2.000 Euro): Joachim Krause, Markkleeberg, für seine Arbeit „Im Glauben an Gott und Hitler. Die ‚Deutschen Christen‘ aus dem Wieratal und ihr Siegeszug ins Reich von 1928 bis 1945“.

3. Preis (1.500 Euro): Günter Sonne, Leipzig, für seine Arbeit „Musikstadt Leipzig. Zur Geschichte der Vokal-Quartette“.

Ehren-Urkunden für herausragende Leistungen sowie einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro erhielten:

Erhard Dietmar Lenz aus Putzkau für seine Arbeit: „Ortschronik von Putzkau. Eine heimatkundliche Bestandsaufnahme“.


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Ralph-Klaus Winkler aus Königsbrück für seine Arbeiten: „Der Kriegsgefangenen-friedhof Königsbrück“ und „Das Kriegsgefangenenlager Königsbrück 1914 – 1919“.

Dieter Pfähler, Christian Pfähler und Claus Hegewald aus Dresden für ihre Arbeit „Zur Geschichte der Postbauten in Dresden am Postplatz (1830 bis 2014)“.

Dr. Wolfgang Siegfried Gerhardt, Willi Max Kempe und Michael Johannes Walter aus Schellerhau für ihre Arbeit „Chronik Schellerhau. Ein ehemaliges Waldarbeiterdorf im Osterzgebirge“.

JUGENFÖRDER- UND SCHÜLERPREISE

Jugend-Förderpreis (500 Euro): Leon Babucke, Radebeul, für seine DVD „Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland“.

Jugend-Förderpreis (500 Euro): Martha Hansetz, Ella Hauke, Finn Margraf, Leonora Schuster unter der Leitung von Ina Züchner aus Hoyerswerda für ihre DVD: „Disco, Dada, DDR“.

Schülerpreis (500 Euro): Schülerinnen und Schüler des BSZ ETW Annaberg-Buchholz mit ihrem Lehrer Tom Matthes für ihre DVD „Neudeutsch“.

Schülerpreis (500 Euro): John Tränkner, Frankenberg, für seine Arbeit „Der Einfluss der Reformation auf das Benediktinerkloster Chemnitz und seine Nutzung in der Folgezeit“.

Schülerpreis (500 Euro): Schülerinnen und Schüler der Grundschule Mylau mit ihrer Lehrerin Sandy Trinkies für ihre Arbeit: „Kinder stellen ihre Heimat vor“.

Sonderpreis (250 Euro): Kinder der Kindertagesstätte „Spatzennest“ Stangengrün mit ihren Betreuerinnen Dorit Rudolph und Cornelia Niederwerfel für ihre Arbeit „Eine Wanderkarte von Kindern für Kinder und ihre Eltern“.

 

 


PUTZKAU

In Putzkau wurde ein Gebäude saniert. Die Sanierung war als "denkmalgerecht" bezeichnet. Bei dem Gebäude handelt es sich um das 1754 durch Andreas Graf von Riaucour erbaute Torhaus im ehemaligen Rittergut Ober-Putzkau. Es stellte ein hervorragendes Beispiel des sächsischen Spätbarocks dar. Als solches wurde es im "Album der Rittergüter und Schlösser im Königreich Sachsen" von 1859 abgebildet und vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen in der Ausstellung "Sächsische Landsitze" 2017/18 gezeigt. Der Bau hatte ortsbildmitbestimmenden Charakter!

Das Torhaus aus dem "Album der Rittergüter und Schlösser im Kg. Sachsen", 1859.


Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude war 2017 von der Gemeinde Schmölln-Putzkau für 1€ verkauft worden. Obwohl es nicht zum Wohnen erbaut und dafür nicht geeignet war, sollte eine moderne Wohnung eingebaut werden. Ohne Eingriffe in das Denkmal war dieses Vorhaben nicht realisierbar. Da der Uhrturm seit 1963 nicht mehr vorhanden war, wollte man diesen nun auch nicht mehr aufbauen, obwohl sich die dazugehörige "Putzkauer Rittergutsglocke" inzwischen wieder im Besitz der Gemeinde Schmölln-Putzkau befindet. Nun war wenigstens zu hoffen, dass die Sanierung denkmalgerecht erfolgt und keine weiteren Veränderungen zum Nachteil des Denkmals erfolgen. Angeblich sollte der spätbarocke Charakter des Torhauses erhalten bleiben und die äußere Ansicht nicht verändert werden. Genau dieses wurde aber nicht eingehalten und folgende Veränderungen zum Nachteil des Denkmals vorgenommen:

 

Zimmerleute errichten am 28. März 2018 die riesige Dachgaube auf der Hofseite


1.  Auf beiden Seiten des Torhauses wurden riesige Dachgauben eingebaut. Solche "Monstergauben" sehen zwar gefällig aus und zeugen von einer hohen Handwerkskunst der Zimmermänner und Dachdecker, waren aber niemals vorhanden. Auf der Südseite wurde die Gaube sogar asymmetrisch angelegt. Ein Baumeister des 18. Jahrhunderts hätte dies dem Bauwerk niemals angetan. Licht kann dadurch kaum gewonnen werden, zumal am Ostgiebel raumhohe Fenster, wie sie ebenfalls niemals vorhanden waren, eingebaut wurden. Dachgauben, wie sie auf der Lithographie von 1859 dargestellt sind, wären angemessen und durch die Untere Denkmalschutzbehörde durchsetzbar gewesen.

Die Südseite des Torhauses mit der asymmmetrischen Dachgaube 2018.


2.  Auf dem First des Gebäudes befanden sich links und rechts vom Uhrturm Schornsteine. Der linke war noch bis zur Sanierung vorhanden. Er ist jetzt auf die Dachfläche zum Hof hin verlegt. Dieser Schornstein, die dazugehörigen Laufbretter und Dachfenster verschandeln die Hauptansicht des Gebäudes nun endgültig.

Die Hofseite des Torhaus nach der Sanierung 2018.

3.  Im Erdgeschoss war bis Anfang 2018 das Gefängnis mit zwei Zellen vollständig im Original und relativ gut erhalten. Die Innenwände der Gefängniszellen mit Türgewänden und Türen sowie die darüber befindlichen schmiedeeisernen Gitter samt Gewände wurden allesamt herausgerissen! Gleichfalls die Eingangstür samt Türgewände. Eine historische Inschrift "Noack 14. AP. 1834" in einer der Arrestzellen ging ebenfalls verloren. So wurde ein für Putzkau und Umgebung einmaliges Denkmal der Gerichtbarkeit (Patrimonialgericht) des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts zerstört!! Ein "Denkmalfrevel" ohne Beispiel!!! 

Blick von der Tordurchfahrt auf die geöffneten Arrestzellen 2016.


4.  Vor der Südseite des Torhauses wurden Schachtarbeiten ohne Wissen des Landesamtes für Archäologie Sachsen durchgeführt. In diesem Bereich befindet sich unter der Erdoberfläche ein altes Brückenbauwerk.


Das Denkmal ist nun verloren. Der spätbarocke Charakter ist zerstört. Alles geschah mit Hilfe von EU-Geldern zur Förderung des ländlichen Raumes EPLR. 

Von einer denkmalgerechten Sanierung kann man nicht sprechen, da weder das Denkmal erhalten noch in den ursprünglichen Zustand versetzen wurde!

 

Die Kopie des Wappen des Andreas Graf von Riaucour

 

Einzige positive Folgen der jetzigen Sanierung sind der Austausch des stark umweltgeschädigten Wappen des Andreas Graf von Riaucour gegen eine Kopie und das Zumauern des nicht originalen Zugangs vom Hof her.


Es wurde ein Gebäude saniert, nicht das Denkmal!


So hätte das Torhaus nach einer denkmalgerechten Sanierung aussehen können.


Das von unseren Vorfahren übernommene Erbe sollten wir bewahren, sorgsam pflegen und ungeschmälert an die folgenden Generationen weitergeben!

 

 

 

 



PUTZKAU

Am 5. April 2018 wurde in Putzkau ein, wie ein Anhänger geformter, Stein aus Sandsteinquarzit gefunden. Das Objekt ist oval bis rund mit den Maßen 83 x 74 mm und gleichmäßig 22 mm stark. Die Außenränder sind abgerundet. Eine Bohrung von 7 mm befindet sich außerhalb des Zentrums. Der Stein wurde dem Museum der Westlausitz in Kamenz vorgelegt und als bronzezeitliches "Webgewicht" erkannt.

In einem Schreiben vom Museum der Westlausitz heißt es "Einziges Indiz für eine bronzezeitliche Zuordnung ist folgende Passage: Evtl. der Lausitzer Kultur zu zuordnen, da sich am möglichen Herkunftsort (...Niederputzkau) laut M. C. C. Gercken (1764, S. 11) Urnen befunden haben, welche wohl der Lausitzer Kultur zu zu schreiben sind."  

Das Webgewicht ist im Landesamt für Archäologie Sachsen archiviert und unter der Nr. LfA-ID 00342081 (OPU-04/01) inventarisiert.

 

"Webgewicht" aus Putzkau, Landesamt für Archäologie Sachsen, Dresden





PUTZKAU

Aus Anlass des 350. Geburtstages Jacob Heinrich Graf von Flemmings 2017, des 1050. Jahrestages der Gründung des Hochstiftes Meißen 2018 und des 675. Jahrestages der Ersterwähnung Putzkaus in einem Personennamen 2019 erscheint meine "Ortschronik von Putzkau - Eine heimatkundliche Bestandsaufnahme".

Im Oberlausitzer Verlag in Spitzkunnersdorf, Inh. Dr. Andreas Gerth, ist das Buch am 22. November 2017, in einer Auflage von nur 450 Exemplaren erschienen. Das Buch besitzt eine hochwertige Ausstattung mit über 240 Abbildungen auf 336 Seiten. Diese ungewöhnlich hohe Anzahl von Abbildungen (Dokumentenkopien, Fotos, Zeichnungen, Karten, Wappen und Bildnisse), Tabellen, versch. Verzeichnissen und ausführlichen Quellenangaben machen das Buch besonders informativ und rechtfertigt den Buchhandels-Preis von 29,95 €. Das Buch ist ab sofort im örtlichen Buchhandel Schreibbüro Heinrich (Bischofswerda), "Papeterie" Darkow(Neukirch/Lausitz), Neustädter Bücherinsel (Neustadt i.Sa.), Thalia-Buchhandlung im Kornmarktcenter (Bautzen) und Buchhandlung Kretschmar (Bautzen) sowie beim Verlag zu kaufen.

Erstmals überhaupt wird eine undatierte und unbezeichnete Zeichnung mit Erd- und Obergeschoss des Herrenhauses, "Schloß" genannt, im Neuhof veröffentlicht. Frau Ivonne Makowski vom Landesamt für Denkmalpflege fand sie in der dortigen Plansammlung und fragte mich um meine Meinung. Gemeinsam konnten wir die Zeichnung einem Ort, einer Zeit und einer Person zuordnen. Höchstwahrscheinlich ist sie 1737 vom Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel angefertigt worden, als dieser von August III. nach Putzkau geschickt wurde um die Eignung des Herrenhauses, "Schloß" genannt, im Neuhof als Invalidenhaus zu prüfen. Eine weitere Neuentdeckung ist ein Kartengemälde des Rittergutes Putzkau von 1691, angefertigt von Hans August Nienborg. Es wird hier großformatig reproduziert. Der Leser kann so einen unerwarteten Blick auf das Putzkau des 17. Jahrhunderts werfen.

Ausführlich werden die Gutsherrschaft, die Forsten, die Mühlen, Neuputzkau und die Baudenkmale behandelt. Soweit möglich, wird jeder Rittergutsbesitzer im Bildnis vorgestellt. Interessant sind ihre engen Beziehungen zum bischöflichen Hof in Meißen/Stolpen/Wurzen und später zum kurfürstlichen Hof in Dresden. Historische Ereignissen werden in 90 Kapiteln mit Dokumenten belegt und einige wenige persönliche Erlebnisse sind eingeflochten. Da, wo sich Sagen an einem Ort festmachen lassen, sind sie in einer Kurzfassung wiedergegeben. Der geschichtliche Bogen spannt sich von der Besiedelung vor 800 Jahren bis zum Jahre 1994, als Putzkau in der Gemeinde Schmölln-Putzkau aufging. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der älteren Geschichte Putzkaus.


Mit dem Buch bewarb sich der Autor um den Sächsischen Landespreis für Heimatforschung 2018 und ist vom Kultusminister mit einer Ehren-Urkunde ausgezeichnet worden. In der Laudatio wurde die Verbindung der Chronistentätigkeit mit seinem ehrenamtlichen Engagement für die Denkmalpflege hervorgehoben und als beispielhaft bezeichnet.


 

 

 

PUTZKAU

Am ehemaligen Standort der Brauerei lässt die Gemeinde Schmölln-Putzkau einen Anbau an der KITA Zwergenland errichten. 40 zusätzliche Plätze sollen so geschaffen werden. Am 29. September 2017 feierte man Richtfest. Über den Winter erfolgt der Innenausbau. Die offizielle Einweihung soll am 14. September erfolgen.


1  

Am Altbau, im Bereich des Übergangs zum Neubau, ist am 6.11.17 das Allianzwappen Friesen-Lützelburg von der Brauerei integriert worden. Es kommt nun fast an dem gleichen Ort zur Aufstellung, an dem es von 1682-1978 hing.

Zu diesem Thema siehe auch in der Bildergalerie "Die Odyssee des Allianzwappen Friesen /Lützelburg von der Brauerei in Bildern" und meinen Artikel in der Sächsischen (Bischofwerdaer) Zeitung vom 7.8.2018.


Termin: 21. September 2018, 15-19 Uhr, Brauereistraße 2, 

              "Tag der offenen Tür"

 

 


  

  

CHEMNITZ

Seit dem 16. Mai 2014 ist das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz für Besucher geöffnet. Der "Belmsdorfer Depotfund mit Armschmuck und Rohbernstein" ist vollständig und restauriert zu sehen. Er stammt aus der "Lausitzer Kultur"  1200-1000 v. Chr. Die sehr gut erhaltenen Stücke stellen den bedeutendsten Fund in der Umgebung Putzkaus dar. Die zwei Stücke Rohbernstein bezeugen Handels-beziehungen in den Ostseeraum bereits vor 3000 Jahren. 

"Depotfund mit Armschmuck und Rohbernstein" Belmsdorf bei Bischofswerda, Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz Mit freundlicher Genehmigung des Landesamtes für Archäologie Sachsen

 

Eintrittspreise: 7 €, ermäßigt 4 €. Öffnungszeiten sind Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr. Anschrift: Stefan-Heym-Platz 1 (Brückenstraße 9-11), 09111 Chemnitz.

 

   

   

 

15 Einträge auf 2 Seiten

Dieter Schöne

27.09.2013
17:28
Eine einmalige Darstellung ihrer FORSCHUNGSARBEIT! Wie aber bitte vereinbart sich ihre Forschungsarbeit mit den Untaten einer Putzkauer Baufirma? Sie unternahm beim Bau der so genannten Bischofswerdaer Umgehungsstr. alles, um uralte "Bautasteine" mit Billigung der Landesämter für Denkmalschutz (Dr. Rösner)und Archäologie (Dr. Krabatt) zu verschottern oder in Abhalten zu stürzen! Dabei wurden die historische Entstehung der Stadt Bischofswerda und des gesamten Umfeldes (auch von Putzkau) vernichtet! Eine Baufirma, die sogar nicht einmal davon abschreckte, eine uralte Moorlaiche einfach (und besonders ganz schnell!) auf Abraumhalden zu entsorgen. Dabei taten sich im Geißmannsdorfer Kreuzwasser besonders Mitarbeiter aus ihrem Ort hervor. Irgendwann wird dieses Übel noch ein gewaltiges Nachspiel haben. All dies hat jedoch mit ihren Forschungsarbeiten nichts zu tun. Ich möchte hier nur die negativen Verhaltensweisen heutiger Baufirmen und staatlicher Organisationen aufzeigen. Ich finde Sie großartig und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg! Ihr Dieter Schöne aus Rammenau.

Enrico Weiß

25.01.2013
09:48
Sehr geehrter Herr Lenz, Ihre Seite ist sehr interessant gestaltet. Den ein oder anderen Stein werde ich dadurch besser selbst finden können. Für die weitere Forschungsarbeit wünsche ich Ihnen alles Gute.

Danke auch noch für Ihre bisherigen Bildbeiträge beim Sächsischen Heimatschutz in Bautzen.

Schöne Grüße
Enrico Weiß

Martyna Wolff

03.01.2013
12:33
Hallo, Herr Lenz, es ist wirklich hochinteressant, was man auf diesen Seiten erfahren kann. Vielleicht haben Sie ja auch mal Lust, die umfangreichen Niederschriften von Dr. Schade (vor allem die nichtveröffentlichten, handschriftlichen)zu "studieren". Dabei ist bestimmt auch noch vieles Interessantes zu entdecken...
Ich freue mich darauf, Sie persönlich kennenzulernen..
Bis dahin herzliche Grüße aus dem nun schon 99jährigem Schulgebäude von Martyna Wolff

Jonny Böhme

03.01.2013
11:20
Hallo Dietmar,

danke für diese informative Homepage. Für einen Putzkauer ein Muss mal reinzuschauen. Ich werde dies jedenfalls öfter tun. Sollte ich verwendbares Material finden, werde ich es Dir selbstverständlich zukommen lassen.

Liebe Grüße und bleib dran,

Jonny

Manfred  Herzog

30.12.2012
07:47
Lieber Dietmar!
Ein sehr schöner Beitrag zur Heimatgeschichte unseres Dorfes.
Man lernt nie aus. Ich habe viel Neues erfahren.
Manfred

ZurückSeite 2 von 2

 21. September 2018, 12:23

144124

 

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