Willkommen auf meiner privaten Website!

 

  

Auf dieser Seite sollen Projekte, die sich mit dem Denkmalschutz, der Ortschronik und verdienten Personen aus Putzkau beschäftigen, vorgestellt werden. Schwerpunkt sind Themen die bisher nur unzureichend oder überhaupt noch nicht bearbeitet wurden.  

Alle hier gemachten Angaben sind durch Dokumente in den sächsischen Archiven, Bibliotheken und Behörden belegbar, beruhen auf Angaben Putzkauer Bürger oder sind durch eigene Feldforschung bestätigt. Fremde Literatur ist nur als Anregung und Ausgangspunkt für eigene Nachforschungen verwandt worden.

Einige Projekte, besonders beim Denkmalschutz, können über die Ortsgrenzen von Putzkau hinausgehen.

Die Texte wurden nach besten Wissen zusammengestellt, dennoch sind Fehler nicht völlig auszuschließen. Zitate sind als solche gekennzeichnet. Für etwaige Unrichtigkeiten übernehme ich keine Haftung. Alle Inhalte wie Texte, Fotos und Graphiken stelle ich für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung. Gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichungen sind nur mit meiner Erlaubnis oder der Erlaubnis anderer Rechteinhaber möglich.

Für die Einträge im Gästebuch sind die jeweiligen Absender verantwortlich.

 

 

 


 

Über mich:

Name          Erhard Dietmar Lenz

                   Heimatforscher und Ortschronist

Vater           Erhart Kschischenk aus Oberputzkau, u.a. Heimatkundelehrer

Mutter         Irmgard Richter aus Neuputzkau (Städtel)

Schule        Oberschule A Putzkau und Schmölln

Beruf           Meister für Nachrichtentechnik, jetzt Rentner

Familienst.  verheiratet

Kinder         2 Erwachsene/männlich, 1 Enkel

Alter            70

Adresse      Ringstraße 13, GT Putzkau, 01877 Schmölln-Putzkau

Telefon        03594-779301

E-Mail         erdielenz@t-online.de

Homepage  www.putzkau-denkmalschutz.de

Vereine       Landesverein Sächsischer Heimatschutz Regionalgruppe Bautzen/

                   Oberlausitz e.V. und Museums- und Geschichtsverein Bischofswerda e.V.

Artikel         - "Neues über Jacob Heinrich von Flemming - entdeckt von E. D. Lenz"

                    von M. Pockowsky in Schiebocker Landstreicher, Ausgabe 4 (2009) 

                  - "Die Menschen hier lebten gefährlich (Raketenabzug miterlebt)" von V.

                    Mann in Sächsische Zeitung, Ausg.Bischofswerda vom 22.Februar 2010

                  - "Putzkauer Schicksalstag 1813" in Sächs. Zeitung Ausg. BIW 13.9.2013

                  - "Im Ruhestand aktiv für Denkmalschutz" von Katrin Kunipatz in Oberlau-

                    sitzer Kurier vom 11. Januar 2014  

                  - "Andenken in Schwarz-Weiß" von Constanze Knappe in Sächsische  

                    Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 23. Mai 2014  

                  -"Geschichte in Stein" von Constanze Knappe in Sächsische Zeitung

                    Ausgabe Bischofswerda vom 20. Mai 2015

                  - "Gereimtes und Ungereimtes im Glockendrama" von Roland Lange im

                    Mitteilungsblatt Ausgabe Bischofswerda vom 24.10.2015

                  - "Rosen für Sachsens zweitmächtigsten Mann" von Ingolf Reinsch in

                   Sächsischen Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 17.3.2017.

                  - "Ein Dorf im Wandel der Jahrhunderte" von Wolfgang Schmidt in

                    Sächsische Zeiteung Ausgabe Bischofswerda vom 9.1.2018.

                  - "Wertvoller Fund im Kieshaufen" von Wolfgang Schmidt in Sächsische 

                    Zeitung Ausgabe Bischofswerda vom 30.8.2018.

                  - "Heimatforscher ausgezeichnet" in Sächsische Zeitung Ausgabe

                    Bischofswerda vom 30.10.2018.

 

 

 

Größere eigene Veröffentlichungen:

 

"Türstürze und Schlusssteine in Putzkau" in "Schiebocker  Landstreicher", Heft 5 / 2010

"Was ein Denkstein am Rüdenberg erzählt" in "Der neue Prenanthes", Nr. 15, Mai 2011

"Vom Klunker zur Rehwiese" in "Der neue Prenanthes" Nr. 16, Oktober 2011

"Die Friesenschen Jagdsäulen" in "Schiebocker Landstreicher", Heft 6 / 2011

"Nachwort zum Steinwall auf dem Rüdenberge"  und  "Die Fortuna auf der Kugel"

      in "Schiebocker Landstreicher", Heft 7 / 2012

"Die Hübelschenke in Ober-Putzkau" und "Kleindenkmale - Grenzsteine am

      Rüdenberg" in "Jubiläums-Journal 20 Jahre Regionalgruppe Bautzen - 1992 bis

      2012 (Landesverein Sächsischer Heimatschutz)", Bautzen 2012

"Die Putzkauer Rittergutsglocke" im "Oberlausitzer Hausbuch 2014", Bautzen 2013

"Der Schulneubau in Ober-Putzkau 1913-14. Die künstlerische Gestaltung der

      Fassade und der Innenräume und die Schuluhr" in "Wandzeitung" für die Dr.-

      Alwin-Schade-Schule Putzkau, Putzkau 2014 

 "Gemeindegrenze seit 774 Jahren" in Einweihungsrede im Wochen"kurier

      Bautzen/Bischofswerda-Online, 11. Mai 2015

"Der Russenstein in Putzkau" im "Kalender rund um den Valtenberg 2018", 2017

"Ortschronik von Putzkau - Eine heimatkundliche Bestandsaufnahme", Oberlausitzer

         Verlag 2017

 "Historisches Wappen kehrt an seinen alten Platz zurück", in Sächsische Zeitung 

         Bischofswerdaer Zeitung vom 7. August 2018

"Die Nieder- oder Bollbuckmühle" im "Kalender rund um den Valtenberg 2019", 2018

"Der verlorene Neuhof zu Putzkau" in "Zwischen Großer Röder und Kleiner Spree, 10", 2018.

"675 Jahre Putzkau" in Oberlausitzer Familienkalenderbuch 2020 2019

"Zwei Ansichten von Putzkau" in "Kalender rund um den Valtenberg 2020", 2019




Vorträge:

"Putzkau im Befreiungskrieg 1813" (Kurzvortrag ~ 7 min.)

"Zur Geschichte der Putzkauer Rittergutsglocke" (15 min)

"Das Schankprivileg der Stadt Bischofswerda in der Niederschenke Putzkau" (15 min)

"Die Baugeschichte des Rittergutes Putzkau" (90 min) 

"Die Ortsgeschichte von Putzkau" (100 min)

"Die Ortsgeschichte von Putzkau unter besonderer Berücksichtigung von Jagd, Forst und der Kleindenkmale im Hohwald" (120 min)
"Das Torhaus von 1754 im Rittergut (Althof)" (15 min)

"Jacob Heinrich Graf von Flemming" (15 min)
"Der Neuhof zu Putzkau" (oder "Gab es in Putzkau ein Schloss mit Barockgarten?", 30 min.)

"Die Geschichte der Brauerei" (90 min)

"Die bischöflich-meißnische Oberlausitz und Putzkau" (45 min)

"Martin Luther im Bild 1519-1546" (20 min)

"Buchvorstellung ´Ortschronik von Putzkau´" (60 min)

"Die Grenzziehung zwischen dem Land Budissin und dem Hochstift Meißen" (10min)

"Die Brauerei als Teil des Neuhofes zu Putzkau" (80 min)


 

 

TERMINE 2020:












Aktuelles


PUTZKAU


Auf dem Heydelberg (355,6 m) in Oberputzkau wurden durch die Bürgervereinigung Putzkau e.V. Bänke und ein steinerner Tisch aufgestellt. Auf der Tischplatte sind Name, Höhe und Richtung der von hier aus sichtbaren Berge angegeben.





PUTZKAU


Umweltverschmutzung durch den Steinbruch in Oberottendorf


Nun schon seit Jahrzehnten verschmutzt dieser Steinbruch unser schönes Putzkau. Besonders die Bewohner der Vogelhäuser und der Ziegelhäuser, aber auch der Wald und die Gewässer leiden darunter.

Unerträglich ist der weiße Niederschlag auf den Bäumen, Sträuchern, Moosen und Pilzen. Manchmal könnte man denken es hätte geschneit. Auf die Bänke am Vogelhäuserweg wagt man sich kaum noch zu setzen, da diese über und über mit Steinmehl belegt sind. Selbst auf den Dächern in der Siedlung Ringstraße und Neubaustraße findet sich der Niederschlag. Im vorigen Jahr habe ich aus den Wassertonnen einen dicken Schlamm Steinmehl auswaschen müssen.

Ein Stück weiter ebenfalls am Vogelhäuserweg überschreitet man den Steinbruchbach. Hier fällt einem sofort die Anhäufung von Steinwehl auf. Von Zeit zu Zeit muß es abgetragen werden, damit der Bach unter dem Weg durchfließen kann. Der Bach kommt aus dem Steinbruch. Er ist aber kein natürlicher Bach. Das Wasser wird aus dem Steinbruch herausgepumpt und einfach über das Steinbruchgelände nach Putzkau laufen gelassen (siehe erstes Foto). Dabei nimmt es Unmengen an Steinmehl auf. Dieses Steinmehl verschmutzt das Wiedwasser so sehr, dass keine Fische überleben können. Zu DDR-Zeiten war der Bach fischreich. Heute bietet er einen trostlosen, toten Anblick.


Die Lärmbelästigung ist zeitweise enorm. Wandergruppen führe ich möglichst am Sonntag durch den Putzkauer Forst, da dann der Steinbruch ganztägig nicht arbeitet. Bei Südwind wird der Lärm ziemlich nervig, was auch auf die dann verstärkte Staubbelästigung zutrifft.

Auch die Lichtverschmutzung sollte man nicht vernachlässigen. Jahrelang wurde ich früh von den Scheinwerfern des Steinbruches geweckt, weil diese direkt in mein Schlafzimmer schienen. Nur eine Verlegung des Schlafzimmers schaffte Abhilfe.

Unbestritten bietet der Steinbruch einen schlimmen Anblick. Er verschandelt die Ansicht unseres Ortes in unerträglichem Maße.


Vor Jahren litten die Gebäude in Steinbruchnähe unter den starken Sprengungen. Die wurden nun wohl verkleinert, so dass sich vermutlich keine neuen Gebäudeschäden einstellten. Ebenfalls vor Jahren fuhr der Schotterzug mit sehr flachen Waggons von denen Steine fielen und Gebäudeschäden im Ort verursachten. Jetzt nimmt man Waggons mit höheren Wänden. In diesem Sinne sollten wir nun auch für eine saubere Luft, sauberes Wasser und gegen die Lärm- und Lichtbelästigung kämpfen!

Ein nicht zu unterschätzender Fakt ist, der Steinbruch befindet sich in Oberottendorf. Dort werden auch die Steuern eingestrichen. Die Belästigungen aber haben wir Putzkauer, nur vom Gewinn erhalten wir nichts. Dieses Missverhältnis muss unbedingt aufgehoben werden!

Die Gemeindeverwaltung Schmölln-Putzkau muss in dieser Hinsicht tätig werden. Unsere Forderungen müssen von der Schließung des Steinbruchs, über die Reduzierung der Schotterproduktion auf das Maß von vor der Wende (damals betrug der Anteil der Schotterproduktion nur 10 %, heute 99 %) bis zu einem Anteil am Gewinn des Steinbruchs reichen. Auf ein Versprechen des Steinbruchs, was Staubbindemaßnahmen betrifft würde ich nichts geben. Es sind Versprechen, die am Ende nicht eingehalten werden. Den Jahresmittelwert als Grundlage für Messungen oder für zu ergreifende Maßnahmen zu nehmen ist scheinheilig. An Tagen mit Südwind ergießen sich Tonnen von Steinmehl auf Putzkau.


Siehe auch den Artikel "Ärger um den Steinbruch" von Sandro Paufler im "WochenKurier" vom 5. September 2020.




SCHMÖLLN-PUTZKAU


Nach einer Information der Gemeindeverwaltung hatte die Gemeinde Schmölln-Putzkau zum Stichtag 30.06.2020 folgenden Einwohnerbestand (Hauptwohnsitz):


Einwohnerzahl       3026 = 100 %                 Fläche  32,9 km² = 100 %


Putzkau                 1682 =   56 %                             24,0 km² =  73 %                      

Schmölln/O.L.          992 =   33 %                               5,5 km² =  17 %

Tröbigau                   253 =    8 %                                3,4 km² =  10 %

Neuschmölln              99 =    3 %                               zu Schmölln/O.L.




PUTZKAU


350 Jahre Jahrmarktsprivileg


Archivverbund Stadtarchiv/Staatsfilialarchiv Bautzen, Staatsfilialarchiv, 50155 Standesherrschaft Königsbrück, Nr. U 125. Mit freundlicher Genehmigung vom Staatsfilialarchiv Bautzen.


Am 28. Juni 1670 erteilte der Kurfürst Johann Georg II. „der Andere“ unserem Rittergutsbesitzer Heinrich der Jüngere Freiherr von Friesen zu Schönfeld die Erlaubnis zwei Jahr- und Viehmärkte auf die Termine Laetare und 13. Sonntag nach Trinitatis in Oberputzkau abhalten zu dürfen. Das Privileg wurde jedem folgenden Rittergutsbesitzer mit der Belehnung erneuert. Zwei Jahrmärkte waren ein großes Privileg was dem hohen Ansehen, welches der Freiherr von Friesen beim Kurfürsten genoss, geschuldet ist. Die Jahr- und Viehmärkte fanden vermutlich von Anfang an im Neuhof statt. Vormittag war der Viehmarkt und Nachmittag der Krammmarkt.

So wurden dann beide Jahrmärkte bis zum Jahre 1866 abgehalten. 1867 schaffte man den Viehmarkt beim Herbstmarkt ab. 1869 wurde der Herbstmarkt ganz gestrichen und der Frühjahrsmarkt auf den Montag nach Ostern verlegt. Beim Frühjahrsmarkt ist weiterhin am Vormittag Viehmarkt und am Nachmittag Krammarkt. Für das Jahr 1869 ist das Datum für unseren Jahrmarkt eindeutig belegt: 5. April, der Montag nach Ostern[1]. Dieser Jahrmarktstermin blieb bis 1969.

Da sich in unserer Gegend die Viehmärkte bald überhaupt nicht mehr lohnten, schaffte man diesen 1872 ganz ab. Schließlich hatte die Gemeinde Oberputzkau den Kreistierarzt je Markttag für die „Besichtigung des Viehs“ mit 1 Taler „auszulösen“. 1907 zog man den Markttag vom Montag auf den Sonntag vor, weil die Händler am Montag angeblich keine Geschäfte mehr machen könnten. Der letzte Jahrmarkt fand in Putzkau am Sonntag den 13. April 1969 statt. Die Gemeinde hatte wohl kein Interesse mehr.

Leider hat man nach der Wende versäumt die Jahrmaktstradition wieder aufzunehmen. Schließlich hatte ja Putzkau seinen Spitznamen „Hundputzsche“ wohl vom schlechten Wetter, welches oft am 1. Sonntag nach Ostern herrschte. Ich werde nie vergessen, wie mich mein Chef am 1. Arbeitstag im August 1968 in Dresden fragte: „Wo kommst Du her“? Ich sagte Putzkau. Er antwortete: „Ach Hundeputzsche“.


[1] „Gemeinde-Buch für Ober-Putzkau 1863-1891“, Privatbesitz.




PUTZKAU


Das seit viel Jahren leerstehende denkmalgeschützte Erbgericht in Oberputzkau (Zittauer Str. 7) war 2017 an einen privaten Interessenten verkauft worden. Er baut es zum Wohnhaus mit 2 Mietwohnungen und 2 Ferienwohnungen aus. Der Umbau erfolgt denkmalgerecht. Die äußere Ansicht des Gebäudes wird in den Zustand von vor 1850 versetzt. Dafür sind alle späteren Anbauten, einschließlich der Bäckerei Schlenkrich, (Zittauer Str. 6) abgerissen worden. Deren Türsturz von 1850  ist geborgen und unter dem Türschlussstein des Erbgerichts von 1789 eingebaut worden. Alte, im 19. Jh.  zugesetzte Fensteröffnungen, wurden freigelegt. Die Gewölbe im linken Gebäudeteil werden erhalten.




PUTZKAU


Impressionen vom Festjahr 2019

- Einweihung Historischer Wanderweg Niederdorf (2)

- Projektzirkus (5)

- Einweihung Historischer Wanderweg Oberdorf (2)

- Ausstellung zur Ortsgeschichte (7)

- Orgelkonzert und Ausstellung in der Kirche (2)

- 25 Jahre Gemeinde Schmölln-Putzkau im Freibad (1)

- Buchvorstellung "Ortschronik von Putzkau" (1)

- Tag der Oberlausitz auf der Obstbaumwiese am Rupprechtsflössel (1)

- Einweihung des neuen Wanderweges zum Valtenberg (1)

- Tag der offenen Tür und Vortrag zur Brauerei in der KITA (1)





PUTZKAU


"Ortschronik von Putzkau - Eine heimatkundliche Bestandaufnahme" von Erhard Dietmar Lenz

Aus Anlass des 350. Geburtstages Jacob Heinrich Graf von Flemmings 2017, des 1050. Jahrestages der Gründung des Hochstiftes Meißen 2018 und des 675. Jahrestages der Ersterwähnung Putzkaus in einem Personennamen 2019 erscheint meine "Ortschronik von Putzkau - Eine heimatkundliche Bestandsaufnahme".

Im Oberlausitzer Verlag in Spitzkunnersdorf, Inh. Dr. Andreas Gerth, ist das Buch am 22. November 2017, in einer Auflage von nur 450 Exemplaren erschienen. Das Buch besitzt eine hochwertige Ausstattung mit über 240 Abbildungen auf 336 Seiten. Diese ungewöhnlich hohe Anzahl von Abbildungen (Dokumentenkopien, Fotos, Zeichnungen, Karten, Wappen und Bildnisse), Tabellen, versch. Verzeichnissen und ausführlichen Quellenangaben machen das Buch besonders informativ und rechtfertigt den Buchhandels-Preis von 29,95 €. Das Buch ist ab sofort im örtlichen Buchhandel Schreibbüro Heinrich (Bischofswerda) und "Papeterie" Darkow (Neukirch/Lausitz) sowie beim Verlag zu kaufen.

Erstmals überhaupt wird eine undatierte und unbezeichnete Zeichnung mit Erd- und Obergeschoss des Herrenhauses, "Schloß" genannt, im Neuhof veröffentlicht. Frau Ivonne Makowski vom Landesamt für Denkmalpflege fand sie in der dortigen Plansammlung und fragte mich um meine Meinung. Gemeinsam konnten wir die Zeichnung einem Ort, einer Zeit und einer Person zuordnen. Höchstwahrscheinlich ist sie 1737 vom Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel angefertigt worden, als dieser von August III. nach Putzkau geschickt wurde um die Eignung des Herrenhauses, "Schloß" genannt, im Neuhof als Invalidenhaus zu prüfen. Eine weitere Neuentdeckung ist ein Kartengemälde des Rittergutes Putzkau von 1691, angefertigt von Hans August Nienborg. Es wird hier großformatig reproduziert. Der Leser kann so einen unerwarteten Blick auf das Putzkau des 17. Jahrhunderts werfen.

Ausführlich werden die Gutsherrschaft, die Forsten, die Mühlen, Neuputzkau und die Baudenkmale behandelt. Soweit möglich, wird jeder Rittergutsbesitzer im Bildnis vorgestellt. Interessant sind ihre engen Beziehungen zum bischöflichen Hof in Meißen/Stolpen/Wurzen und später zum kurfürstlichen Hof in Dresden. Historische Ereignissen werden in 90 Kapiteln mit Dokumenten belegt und einige wenige persönliche Erlebnisse sind eingeflochten. Da, wo sich Sagen an einem Ort festmachen lassen, sind sie in einer Kurzfassung wiedergegeben. Der geschichtliche Bogen spannt sich von der Besiedelung vor 800 Jahren bis zum Jahre 1994, als Putzkau in der Gemeinde Schmölln-Putzkau aufging. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der älteren Geschichte Putzkaus.


Mit dem Buch bewarb sich der Autor um den Sächsischen Landespreis für Heimatforschung 2018 und ist vom Kultusminister mit einer Ehren-Urkunde ausgezeichnet worden. In der Laudatio wurde die Verbindung der Chronistentätigkeit mit seinem ehrenamtlichen Engagement für die Denkmalpflege hervorgehoben und als beispielhaft bezeichnet.



 



Archäologie


PUTZKAU

Am 5. April 2018 wurde in Putzkau ein, wie ein Anhänger geformter, Stein aus Sandsteinquarzit gefunden. Das Objekt ist oval bis rund mit den Maßen 83 x 74 mm und gleichmäßig 22 mm stark. Die Außenränder sind abgerundet. Eine Bohrung von 7 mm befindet sich außerhalb des Zentrums. Der Stein wurde dem Museum der Westlausitz in Kamenz vorgelegt und als bronzezeitliches "Webgewicht" erkannt.

In einem Schreiben vom Museum der Westlausitz heißt es "Einziges Indiz für eine bronzezeitliche Zuordnung ist folgende Passage: Evtl. der Lausitzer Kultur zu zuordnen, da sich am möglichen Herkunftsort (...Niederputzkau) laut M. C. C. Gercken (1764, S. 11) Urnen befunden haben, welche wohl der Lausitzer Kultur zu zu schreiben sind." 

"Webgewicht oder Netzsenker" aus Putzkau, Landesamt für Archäologie Sachsen, Dresden

Das Webgewicht oder Netzsenker ist im Landesamt für Archäologie Sachsen archiviert und unter der Nr. LfA-ID 00342081 (OPU-04/01) inventarisiert. Eine 2019 durchgeführte materialtechnische Untersuchung erbrachte folgenden Befund: Elbsandstein. Der Stein stammt also aus unserer Gegend und wurde wohl auch hier bearbeitet.



  

CHEMNITZ

Seit dem 16. Mai 2014 ist das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz für Besucher geöffnet. Der "Belmsdorfer Depotfund mit Armschmuck und Rohbernstein" ist vollständig und restauriert zu sehen. Er stammt aus der "Lausitzer Kultur"  1200-1000 v. Chr. Die sehr gut erhaltenen Stücke stellen den bedeutendsten Fund in der Umgebung Putzkaus dar. Die zwei Stücke Rohbernstein bezeugen Handels-beziehungen in den Ostseeraum bereits vor 3000 Jahren. 

"Depotfund mit Armschmuck und Rohbernstein" Belmsdorf bei Bischofswerda, Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz Mit freundlicher Genehmigung des Landesamtes für Archäologie Sachsen

 

Eintrittspreise: 7 €, ermäßigt 4 €. Öffnungszeiten sind Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr. Anschrift: Stefan-Heym-Platz 1 (Brückenstraße 9-11), 09111 Chemnitz.

 

  

  

 

14 Einträge auf 2 Seiten

Peter  Meyer

07.02.2018
20:00
Mein Dank gilt an dieser Stelle Herrn Erhard Lenz, der uns beim vereinbarten Treff am 19.10.2017 am Vormittag einen Teil von Putzkau zeigte und meine Fragen gut erklärte. Wir, d.h. meine Frau und ich ( 77), hatten beim Besuch meines früheren Kollegen Zwischenstation in Putzkau gemacht.. Woher kenne ich Putzkau ? Meine Großeltern und Tante/ Onkel hatten von ca. 1932 bis zur Baufälligkeit in der DDR Zeit die NIEDERMÜHLE besessen. Ich war als Kind in der Zeit von 1943 - ca. 1954 oft dort helfen ! Ich kenne noch Großvater Theodor Barthel und Großmutter ! So haben wir an dem Tag viel Altes/ Neues gesehen und gehört.
Dafür danken wir Herrn Lenz.
Ich bin jetzt dabei, in unserm kreislichen Heimatkalender ( ca. 250 Seiten ) wieder einen Artikel zu schreiben und zwar über meinen Großvater, der in Reichenbach bei Freiberg 1863 geboren wurde und u.a. in Kleinwelka, Klotzsche, Elsterwerda( ist in unserm EE -Kreis ) und Putzkau lebte.

Herzlichen Dank
und liebe Grüße
Ihr Peter Meyer

Mathias Hüsni

12.08.2015
15:31
Lieber Dietmar,

vielen Dank für Deinen Fotobeleg! Frau Sigrid Jäger hat uns bereits einen tollen Schnappschuss zur Verfügung gestellt, der Graureicher und Schwarzstorch in friedlicher Eintracht zeigen. Verwechslungen sind also ausgeschlossen.

Ein paar gelegentlich Hintergrundinformatione­n zur Nisthilfe Schleinitz wären recht hilfreich:
Wann von wem warum errichtet?
Wie stark bisher frequentiert.

Wie Du dem Dir zugesandten Manuskript entnehmen kannst, waren Deine Fotos vom Ringstorch von besonderem Wert! Dafür gebührt Dir Dank und weiter so!

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Hüsni

Eberhart Wissel

30.03.2015
15:41
Lieber Freund Herr Dietmar Lenz,
Gratulation zu Ihrem Vortrag mit dem akribischen Quellen- Nachweis.
Wir kämpfen noch damit, da oft Verwechslung mit dem auch
Renaissance-­Wasserschloss bei Großenhain herrscht.
Gern bleibe ich durch die Friesen- Familien-Bande mit Ihnen in Verbindung.
Mit freundlichem Gruß
Eberhart Wissel,
Borsbergstr.7
01328 Dresden
Handy 0160 96484170
www.­eberhart.­wissel@­web.­de

Schloss Schönfeld - Das Zauberschloss
Am Schloss 2
01328 Dresden-Schönfeld

Jonny  Böhme

31.12.2014
19:54
Hallo Dietmar, zum Jahresende noch ein paar lobende Worte an Dich. Mir hat es sehr gefallen, dass Du den Teilabriss des Rittergutes so gut dokumentiert hast. Oft lief man vorbei und weiß dann doch nicht mehr, wie alles aussah.
Dir, lieber Dietmar, auch für 2015 viel Erfolg und Spaß bei Deiner Arbeit, Gesundheit und Glück für Dich und Deine Familie.

Ganz herzliche Grüße - Jonny

Ingo Pridal

11.08.2014
20:18
Hallo, ich habe in Frankfurt am Main auf einem Flohmarkt das Poesiealbum eines Herrn Fritz Wemme aus Nieder Putzkau gekauft. Die Eintraege sind aus den Jahren zwischen 1908 und 1910. Soweit ich es beurteilen kann, sind fast alle Eintraege von Personen aus Nieder
Putzkau. Haben Sie Interesse an dem Poesiealbum ? Mit freundlichen Gruessen, Ingo Pridal

Ute  Stoye

24.04.2014
23:19
Tolle Seite! Wir können nur dankbar sein, dass es Menschen gibt, die ihre Heimat so intensiv erforschen und anderen diese Ergebnisse freigiebig zu Verfügung stellen. Meine Vorfahren waren SCHMIDT aus Putzkau und Hultsch aus Neukirch. Durch Ihre Arbeit, lieber Herr Lenz, kann ich mich mit dem Ort verbinden und die Fotos machen neugierig. Ein Besuch ist versprochen!

Arnd Matthes

23.12.2013
14:09
Respekt für diese informative Seite! Weiter so und viel Kraft und genügend Zeit dafür wünscht Ihnen Arnd Matthes.
Ich habe selbst auch Jahre für meine Waditz-Chronik Seite gebraucht.

PS: Die Stiftung Umgebindehaus wird sich weiterhin für die Schmiede einsetzen, wenn Hilfe benötigt wird.

Ivonne Makowski

09.11.2013
13:57
Lieber Dietmar,

vielen herzlichen Dank für Deine fachkundige Führung durch Putzkau und den ehemaligen Rittergutswald. Ich habe sehr viel Neues und Interessantes über den Ort erfahren und es hat mich in meiner eigenen Arbeit ein gutes Stück voran gebracht.

Ebenfalls ein großes Lob für Deine Homepage: Die Themenvielfalt, der wissenschaftliche Anspruch sowie das Layout finde ich sehr beeindruckend. Ich hoffe, du wirst noch vieles über Putzkau und Umgebung hier veröffentlichen!

Einstweilen beste Grüße
Ivonne Makowski

Eberhard Lehnert

06.10.2013
18:25
Sehr geehrter Herr Lenz,
für die interessante Gestaltung Ihrer Homepage gebührt Ihnen Anerkennung.
Die von Ihnen organisierte und am 5.10.2013 geführte Wanderung zu Denksteinen im Putzkauer Rittergutswald, an der Mitglieder des Museums- und Gechichtsvereins Bischofswerda e. V. teilnahmen war gut vorbereitet und historisch interessant gestaltet.
Das schöne Herbstwetter rundte diesen Tag ab und ließ ihn zum Erlebnis werden.
Herzlichen Dank für Ihre sachkundige Führung.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für Ihre heimatkundlichen Forschungen.
Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Lehnert

Dieter Schöne

27.09.2013
17:28
Eine einmalige Darstellung ihrer FORSCHUNGSARBEIT! Wie aber bitte vereinbart sich ihre Forschungsarbeit mit den Untaten einer Putzkauer Baufirma? Sie unternahm beim Bau der so genannten Bischofswerdaer Umgehungsstr. alles, um uralte "Bautasteine" mit Billigung der Landesämter für Denkmalschutz (Dr. Rösner)und Archäologie (Dr. Krabatt) zu verschottern oder in Abhalten zu stürzen! Dabei wurden die historische Entstehung der Stadt Bischofswerda und des gesamten Umfeldes (auch von Putzkau) vernichtet! Eine Baufirma, die sogar nicht einmal davon abschreckte, eine uralte Moorlaiche einfach (und besonders ganz schnell!) auf Abraumhalden zu entsorgen. Dabei taten sich im Geißmannsdorfer Kreuzwasser besonders Mitarbeiter aus ihrem Ort hervor. Irgendwann wird dieses Übel noch ein gewaltiges Nachspiel haben. All dies hat jedoch mit ihren Forschungsarbeiten nichts zu tun. Ich möchte hier nur die negativen Verhaltensweisen heutiger Baufirmen und staatlicher Organisationen aufzeigen. Ich finde Sie großartig und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg! Ihr Dieter Schöne aus Rammenau.

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